Heizen mit Holz Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Archiv - Nachricht

Keine „dicke Luft“ mit Elektrofiltern

TFZ veröffentlicht Forschungsbericht über Elektrofilter für Kleinfeuerungsanlagen

Um die Luftqualität zu verbessern, sind in den letzten Jahren strengere Emissionsgrenzwerte erlassen worden. Besitzer von Holzkesselanlagen müssen deshalb darauf achten, dass die neuen CO- und Staubemissions-Grenzwerte eigehalten werden. Das gilt sowohl für die Bauartzulassung der Feuerung, aber auch für den zweijährigen Rhythmus der Anlagenüberprüfung vor Ort. Nachgeschaltete Staubabscheider können hierbei Beanstandungen verhindern. Über deren Betriebsverhalten und Abscheidevermögen ist allerdings im Praxiseinsatz noch zu wenig bekannt. Mit einem neu entwickelten Abscheider-Prototyp (FSF 100) der Firma Spanner Re² in Neufahrn/Niederbayern wurde daher von den Wissenschaftlern des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) eine entsprechende Erprobung an einem Hackschnitzelkessel (100 kW) vorgenommen – sowohl am Feuerungsprüfstand als auch in einem Praxisfall.
„Mit den durchgeführten Messungen konnten wir zeigen, dass sich der Elektroabscheider auch unter anspruchsvollen Bedingungen für den Einsatz in der Praxis eignet“, resümiert Dr. Hans Hartmann, Sachgebietsleiter Biogene Festbrennstoffe am TFZ. So lag auch während der Feldmessungen die erreichte Abscheidung, trotz größerer Schwankungen, in etwa in der gleichen Größenordnung wie am Prüfstand. Selbst während der für Abscheider kritischen Kaltstartphase einer Feuerung kann so eine Staubabscheidung von ca. 63 Prozent gewährleistet werden, während sie im Regelbetrieb mit ca. 88 Prozent erwartungsgemäß höher liegt.

„Elektrostatische Staubabscheider können deshalb als vielversprechende Option gesehen werden, die Feinstaubemissionen zuverlässig und langfristig unter den Grenzwert zu reduzieren“, so Hartmann. Bis zur Markteinführung ist des Prototyps in einer kostengünstigen Serienproduktion sind allerdings noch einige Aufgaben zu erledigen.
Das Projekt wurde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie im Rahmen des Förderprogramms BayTP gefördert.

Der Bericht kann auf der Homepage des TFZ (www.tfz.bayern.de) kostenlos heruntergeladen werden.

TFZ-Bericht 38:
http://www.tfz.bayern.de/mam/cms08/service/dateien/tfz-bericht_38_abscheider.pdf

Pressekontakt:

Ulrich Eidenschink
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Technologie- und Förderzentrum
im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ)
Schulgasse 18
94315 Straubing
Tel.: 09421 300-224
Fax:  09421 300-211
E-Mail: ulrich.eidenschink(bei)tfz.bayern.de 
Internet: www.tfz.bayern.de 

News 2015-18

Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
Diese Internetseite verwendet Cookies, um die Nutzererfahrung zu verbessern und den Benutzern bestimmte Dienste und Funktionen bereitzustellen. Details
Cookies erlauben